Highway 101 & viele Nationalsparks

Washington State - Oregon - Californien - Nevada - Utah - Arizona

Als ich am 4. Juli in Seattle meine Tour begann, regnete es zum letzten Mal für die nächsten Wochen. Die Tour ging entlang der Küste nach Bremerton und mit der ältesten Fähre von Washington State über die Bucht von Seattle in den Kitsap Memorial Park. Ich fuhr in die Shadow Mountains, vorbei am Crescent Lake, zu den Magma Falls im Olympic National Park.
An der Ruby Beach sah ich einige Seesterne und viele angeschwemmte Baumstämme. Auf dem Weg um den Quinauld Lake brach mir der Rahmen meines Bikes, an dem Rohr, das vom Vorderrad zum Tretlager führt. Ich wickelte meine Wäscheleine vom Lenkerrohr um das Tretlager und benutzte einen Zelthering, um die Leine zu spannen. So konnte ich auf weiterfahren. Wenn es Bergauf ging, zog sich der Rahmen auseinander.
 
Im nächst größeren Ort, in Aberdeen, fand ich keinen neuen Rahmen, aber es gab eine Firma, die in der Lage war mir den Rahmen zu schweißen. Es wurde ein Rohr über die gebrochene Stelle geschoben und angeschweißt. Der Rahmen hat die restlichen 7500 km gehalten. Die nächsten Wochen auf dem High- way 101 entlang der Westküste hatte ich jeden Abend den Sonnenuntergang am Strand.
Nachdem ich auf diese Weise die Staaten Washington, Oregon und ein teil von Californien (bis Ferndale, Victorian Style Town) durchquert hatte, fuhr ich in das Landesinnere zum Lassen Volcanic Nat. Park und zum Lake Tahoe. Dann ging die Reise um den Mono Lake, wo ich Tuff-Gestein-Skulpturen und viele kleine salz- fressende Fliegen sah. Eine Parkrangerin erzählte mir nun, daß auf dem Weg durch Nevada eine "isolatet Area" auf mich wartet. Sie sollte recht behalten, dann die Orte auf der Landkarte stellten sich als Ghost Towns und verlassene Minen heraus. Vorbei an der Area 51, Tonopah, Ely auf der " loneliest Road in Amerika" fuhr ich in den Great Basin National Park.
 
Von Baker ging es weiter nach Utah. Wo ich, vorbei am Brian Head Skygebiet, den höchst gelegenen Punkt dieser Tour im Cedar Breaks State Park mit 3140 Metern erreichte. Über die staubige Kolob Terrace Road und Virgin Town fuhr ich in den Zion National Park. Hier schaute ich mir Big Bent, the Grotto und Weeping Rock an.
Dann führte mein Weg über die Coral Pink Sand Dunes, Moquai Cave und Fredonia in die Pinienwälder, bergauf zum Grand Canyon. Am North Rim kostete der Zeltplatz für Radfahrer und Wanderer 6 Dollar und ist nahe der Abbruchkante des Grand Canyons. Auf dem Cape Royal Scienic Drive fuhr ich zum Angel`s Window, dem Wallhalla Overlook und zum Mt. Hayden. Auf dem Cliff Spring Trail wanderte ich zu den Hanging Gardens in den Grand Canyon.
Die Reise ging weiter durch Arizona an den Vermillion Cliffs entlang zum Colorado River. Sie führte mich vorbei an Lee`s Ferry, Page und dem Glenn Canyon Damm, an den Paria River. Dort begab ich mich anhand von Fotos, die mir in einer kleinen Blockhütte gezeigt wurden, auf die Suche nach der Gesteinsformation "The Wave". Nach einem Fußmarsch von 2.4 Meilen, bei dem ich eine unglaubliche schöne Landschaft durchwanderte, erreichte ich diese Steinwelle an der Grenze von Utah und Arizona. Auf der Cottenwood Road ging es, durch eine Mondlandschaft, auf einer Sandpiste die an einigen stellen durch den Regen in der Nacht matschig war, zum Grosvenor Arch und dem
 
Kodachrom Basin State Park. An der Grand Parade und Tropic vorbei machte ich einen Abstecher in den Brycs Canyon. In der Mossy Cove sah ich Hoodoos, einen Wasserfall und einige Arches. Durch den Desolated Canyon fuhr ich auf der Hole in the Rock Road zum Devil`s Garden. Hier hat die Natur Nanas aus dem Sandstein geformt. Besonders schön fand ich den Sublime Arch. In den Escalante Canyons wanderte ich zu dem Wasserfall von Calf Creek. An Boulder vorbei, über die Berge nach Torry, führte die Straße in den Capital Reef National Park. Dort befinden sich Obstplantagen die von den Mormonen vor ca. 100 Jahren angelegt wurden. Von Hanksville fuhr ich in den Goblin Valley State Park.
An diesem Tag schlug das Wetter Kapriolen. Als ich im Valley ankam, waren 30 Grad bei klarem Himmel und strahlendem Sonneschein. Dann zogen Wolken auf, starker orkanartiger Wind, Blitz & Donner und es fing erst heftig an zu regnen & zu Hageln. In kürzester Zeit entstanden Sturzfluten die ins Tal flossen. Dann wurde es Windstill, um 2 Minuten später aus der entgegen- gesetzten Richtung wieder genau so zu stürmen wie vorher. Die gefühlte Temperatur betrug nun nur noch weniger als 10 Grad.Da es in der Nacht noch mehr geregnet hatte war die Sandpiste zur Grand Gallery nicht befahrbar. So änderte ich meinen Plan und fuhr nach Green River. Am Green River sah ich einen Ausbruch vom Crystal Geysire. Die Eruption ist ca. 6-8
 
Meter hoch, und das Wasser dieses kaltwasser Geysires fließt über Sinterterassen direkt in den Green River. Die Tour ging über die Nationalparks rund um Moab weiter und hatte ihren nächsten Höhepunkt im Canyonlands Nat. Park. Nachdem ich fast 25 km bergauf gefahren war, hatte ich vom Dead Horse Point eine schöne Aussicht auf den Colorado River. Highlights im Park sind: Mesa Arch, Washboard Woman, Grand View und Green River Overlook.
Der nächste Höhepunkt wartete für mich im Arches Nat.Park. Um am ende des Parks zum Skyline Arch und Double O-Arch zu wandern, fuhr ich auf der Park Avenue an grandiosen Gesteinsformationen vorbei. Die haben Namen wie:Three Gossips, Sheep Rock, Balance Rock und Fiere Furnance. Nach einer Wanderung zum Delicate Arch, fuhr ich in die Window Section. Dort gibt es die Elefant Parade, Double Arch, Garden of Eden und North- & South Window zu sehen.
Da seit 5 Tagen die Sonne schien und es jeden Tag ca. 35-40 Grad heiß war, wollte ich nun die Sand- piste zur Grand Gallery ausprobieren.
Ich hatte mir 16 Liter Wasser mitgenommen...mehr Fotos & Reisebericht im Buch: