Tour von Auckland nach Invercargill und zurück

8 Wochen um die Nord- und Südinsel

In Auckland angekommen, baute ich das Bike zu- sammen, brachte meine Fahrradtasche zur Gepäck- aufbewahrung, und fuhr dann in die grüne und wellige Landschaft nach Süden. In Waitomo besuchte ich die Glühwurm Höhle und in Otorohanga ging ich in ein Kiwi-House. Durch eine Karstlandschaft fuhr ich nach Marokopa um mir eine natürliche Steinbrücke und einen Wasserfall anzuschauen. Am Mt. Taranaki vorbei fuhr ich nach Wellington.
Dort sah ich das Plimmer House, Cable Car, das Parlament, den Bahnhof und die Queens Warf. Von dort fährt auch die Fähre zur Südinsel durch den Queen Charlotte Sound nach Picton. Nun ging es weiter nach Nelson, Richmond und zur Tasman Bay mit schneebedecken Bergen im Hintergrund.
 
Am nächsten Tag, auf dem Weg nach Westport begann es so stark zu Regnen, das mir Mittags das Wasser aus den Schuhen lief. Meine Klamotten (auch meine zweite Garnitur) waren Nachmittags so naß, das ich mir in Murchison ein Zimmer nahm. Entlang der Westcoast ging es an Sümpfen und Regenwald vorbei an den Pancake Rocks nach Hokitika.
Auf dem Weg zum Haast Pass, fast direkt am Regen- wald liegen zwei Gletscher (Fox & Franz Joseph).
Als ich den Pass bezwungen hatte, fuhr ich am Lake Hawasu, in dem sich die Schäfchenwolken und die schneebedeckten Bergen spiegelten, entlang zum Million Dollar View Aussichtspunkt.
Über die höchste Straße Neuseelands (einer Schotter- piste mit steilen Serpentinen) bei Cadrona ging es weiter nach Queenstown. Bei Queenstown fuhr mit der Gondel in die Richardson Mountains, für eine klasse Aussicht auf den Lake Wakatipu und die Berge. Am folgenden Tag fuhr ich nach Kingstown, weiter nach Te Anau, bis in den Milford Sound.
 
Dort regnet es bis zu 250 Tage im Jahr. "And you are lucky, you catch one" begrüßte mich der Kapitän des Segelschiffs, mit dem ich eine 3 Stunden Fahrt in den Fjord machte. Da es eine Einbahnstraße in den Milford Sound ist, musste ich den gleichen Weg zurück nach Te Anau. Ich fuhr nach Invercargill und entlang der Südküste vorbei am Petrified Forest, der Cathedral Cave, und den Matai Falls nach Niagara Falls, wo ich eine Bush Cabin mietete. Bush Cabin bedeutete, daß ich in einer Holzhütte in den Catlins, zwischen einer großen Schafsherde und einem Plumsklo (in 100 Meter Entfernung), die absolut ruhigste
Nacht dieser Reise verbrachte. Am nächsten Tag fahre ich zum Nugget Point, wo man auf den Klippen am Lighthouse, die Robben hören kann. Über Balclutha geht es nach Dunedin. Auf der Otago Halbinsel schaue ich mir die Royal Albatross Colony an, dort gibt es auch noch eine Kormoran- und eine Robbenkolonie. Der Höhepunkt ist aber die Yellow Eyed Pinguin Kolonie, wo ich in Unterständen die Pinguinjungen beobachten konnte. Der Highway No.1 verläuft über Mt. Cargill wieder an die Küste zu den Moraki Boulders. Bei Oamaru gibt es eine Blue Pinguin Kolonie. Das sind sehr kleine Pinguine, und wenn diese in der Dämmerung zurück zu ihren Nestern kommen ist das ein sehr lustiger Anblick (watschel, watschel, ...).
 
Ich fuhr am Waitaki River ins Landesinnere auf die Hochebene vom Mt. Cook. Von dort ging es zum hellblauen Lake Tekapo, in die Church of the good Sheppard. Vom Altar hat man einen schönen Panoramablick auf die umliegenden Berge. Über den Burke Pass fuhr ich nach Christchurch, von wo aus ich mir den Aufstieg zum Athur`s Pass in den South Alps gönnte. Dort traf ich auf einige Kea`s. Diese frechen auf- dringlichen Vögel schauten in meine Packtaschen und raubten mir einige Kekse.
Zurück an der Küste, wo sich einige Robben auf den Felsen sonnten, fuhr ich über Kaikoura nach Picton und mit der Fähre zurück nach Wellington.
Über Masterton, Hastings auf dem Highway No 2 ging es in die Art Deco City von Napier und dann weiter um das East Cape. Vorbei an Gisborn nach Te Araroa in die Bay of Plenty, immer schön an der Küste entlang, bis mich mein Weg nach Rotoroa führt. Rotoroa riecht man, bevor man es sieht. Ich schaute mir verschiedene Thermalbäder an und einige Mud Pools und Geysire. Auf die Coromandel Halbinsel gibt es tollen Stränden, Hot Water Beach, Cathedral Cove und Ferry Landing. Ein Cyclon wütet in der Nacht und spült die Straße, auf der ich weiterfahren wollte, weg.
 
Dadurch musste ich wieder den Weg den ich gekommen war zurückradeln, um nach Auckland zu kommen. Nach 60 Tagen auf Neuseeland flog ich nun wieder über Australien, Taiwan, Thailand und Wien, zurück nach Hannover.
Von 60 Tagen regenet es 11 Tage. Meistens regnete es dann aber den ganzen Tag. Auf der Nordinsel hatte ich viel Regen und wenig Sonne. Dafür war es auf der Südinsel kühler und bis auf den Milford Sound trockener. Das Wetter kann sich sehr schnell ändern, besonders dann wenn die Sonne scheint. Gute Regensachen sind echt wichtig. Auf vielen Campingplätzen gibt es auch Hütten zu mieten, die sind meist nicht viel teurer als zu Zelten und eine gute Alternative bei Regen. Dort hat man auch häufig die Möglichkeit Wäsche zu waschen und zu trocknen.
Es gab überall an den Stränden leckere Fish & Chips, besonders beim Fish of the Day, war Haifisch, sehr lecker. Auch Eiscreme an Eisdielen in kugelform war sehr kostengünstig.
Schokolade und Käse war dagegen teuer.
Neuseeland gehört nicht zu den kostengünstigen Urlaubsländern.