Israel - Jordanien - Ägypten - Israel

Eilat - Wadi Rum - Petra - Kairo - Luxor - Sinai - Tote Meer - Jerusalem

Von Frankfurt über Tel Aviv kam ich dann nach Eilat, dort musste ich zwei Passkontrollen passieren bevor ich mein Gepäck zurückbekam und mich im Youth Hostel (30 Euro inkl. Frühstück) einquartieren konnte.
Am nächsten Tag schaute ich mir Eilat an und besorgte mir Verpflegung in der Shopping Mall. Als ich das Bike zusammengebaut hatte, war es bei wolkenfreiem Himmel und Sonne 40+ Grad heiß.
Nach einem guten Frühstück fuhr am nächsten Tag zum Grenzübergang. An der israelischen Seite kostet die Ausreise 20 Euro, und die Einreise nach Jordanien kostet 15 Euro. Das nenne ich moderne Wegelagerei. Auf dem Kings Highway (dreispurig mit Seitenstreifen) fuhr ich dann mit vielen LKW`s bergauf in die Berge.
 
Die Fahrer waren rücksichtsvoll und hielten einigen Abstand. Als ich dann ins Wadi Rum abbog, war ich allein, bei über 40 Grad, hatte Gegenwind und es ging stetig leicht bergauf. Vorbei an den Seven Pillars, dort wo Lawrence of Arabia sein Camp hatte bevor er Aqaba angriff, fuhr ich ins Wadi Rum.
Dort war ich der einzige Tourist und traf auf nette Beduinen. Die feierten den Tag mit Tee und Musik und ich campte unter einem Beduinenzelt.
Über Quweiba und Ras el Naqab fuhr ich in der Berge. Steile Anstiege und heftiger Gegenwind machten den Weg ins Wadi Moussa echt hart. Im Moon Valley Hotel gab Tee und viele Informationen über Petra. Nachdem ich 20 Dinar bezahlt hatte durfte ich den Weg in den Siq antreten. Am Obelisk Tomb beginnt der schmalen Canyon. An den Seiten sind rinnen zur Wasserver- sorgung ausgearbeitet, die durch den ganzen Canyon führen. Der Siq endet direkt vor dem Schatzhaus das Al-Khazneh. Petra ist wirklich schön, es gibt viele in .
 
Stein geschlagenen Fassaden und Räume (die von den Beduinen auch als Toilette benutzt werden, was bei den Temperaturen zu einer echten Belästigung werden kann). Ich verbrachte den ganzen Tag in der alten Stadt der Nabatäer und schaute mir auch die Säulenstraße und das Theater an.
Ich fuhr dann wieder zurück nach Aqaba. Bei der Einreise nach Israel durfte ich das Bike auseinander- bauen und die Einzelteile durch eine X-Ray Maschine schieben.
Ich fuhr zur Grenze nach Taba, dort ins Hotel Taba um Geld zu tauschen. Auf dem Weg nach Süden, auf der Küstenstraße mit vielen Bauruinen, kam ich an schönen Buchten und Inseln (wie Pharao Island) vorbei. In Nuweiba im Habibib Camp verbrachte ich auf Teppichen und Kissen liegend, Tee trinkend, den Abend am Meer.
Die Küstenstraße führt dann in die Berge, an toten Kamelen und Beduinenzelten vorbei, über Dahab und nach Sharm el Sheikh. Auf dieser Strecke gibt es ein paar Militärkontrollen und kein schattiges Plätzchen. Auf einer Anhöhe mit Blick auf die Altstadt fand ich das kleine Horus Hotel. Es folgte eine Rundtour durch die Na`ama Bay in den Ras Mohammed National Park.
 
Entlang der Küstenstraße, an Militärkontrollen und Ölförderplattformen vorbei, über den Suez Kanal, ging es weiter nach Kairo. Kairo by Bike, No way. Ich fuhr mit dem Bus und ging zu Fuß um, die Alabaster Moschee, das Ägyptische Museum, die Altstadt und die Pyramiden zu sehen. Unterkunft fand ich im Hotel Continental, nahe der Pyramiden. Kairo ist riesig, 18 - 20 Millionen Menschen leben hier und Verkehr und Smog sind unglaublich. Sogar der Friedhof (die Stadt der Toten) ist bewohnt.
Nur am Nil entlang gibt es Palmen und Felder, sonst ist hier nur Sand und Wüste. Am nächsten Tag machte ich einen Abstecher den Nil entlang in die Orte Memphis und Sakkara um die Stufen- und die Knickpyramide zu sehen. Ein Flug von Sharm el Sheikh, nach Luxor kostete 110 Euro. Von dort machte ich mich auf ins Tal der Könige und schaute mir zwei Gräber (Ramses des zweiten und Hadschepsut) mit tollen Wandmalereien an. Am Nil entlang fuhr ich zum Karnak (großartige Säulenhalle mit offene und geschlossenen Papyrus- pflanzen) und zum Luxor Tempel). Zurück in Sharm el Sheikh fuhr ich wieder über die Sinaihalbinsel nach Eilat zur Field School. Ich fuhr am Jordan entlang, sah den Sheherot Canyon und den Timna Park.
 
Am Toten Meer gibt riesige Salzabbaubecken, Salzablagerungen in allen möglichen Formen. Das Youth Hostel in Massada war voll belegt. Ich fuhr mit der Seilbahn auf den Berg, von wo ich eine schöne Aus- sicht hatte, und sah mir die Festung an. Ich fuhr weiter nach En Gedi. Im Naturschutzgebiet Nahal David wanderte ich, an einigen kleinen Wasserfällen vorbei, zur Ouelle des Shulamit. In dieser Oase begegnete ich Klippschliefern, Steinböcken und vielen Vögeln.
In Jerusalem besuchte ich den Ölberg, Maria Magdalena Kirche, Klagemauer, Grabeskirche, Rockefeller Museum, Israel Museum mit dem Shrine of the Book, Supreme Court, Lepra Hospitz und das Viertel Yemin Moses mit schönen Villen. Währen der Fünf Tage die ich in Jerusalem verbrachte brach die zweite Intifada aus. Das bedeutete, das ich Schüsse hörte und überall von Soldaten umgeben war. Ich fuhr über En Kerem in die Berge. Auf der Road 38 ging es nach Bet Guvrin. Am nächsten Tag fuhr ich in den Bet Guvrin Nat.Park. Der hat zwei Bereiche: die City of Maresha mit Grab- und Wohnhöhlen, wo es viele Wandmalereien gibt und die City of Bet Guvrin, die aus Ruinen und den Bell Caves besteht.
20 km hinter Be`er Sheva bin ich in der Negev Wüste und auf dem Weg nach Sede Boker. Von dort hatte ich einen schönen Blick auf den Canyon von En Avdat und die Wilderness of Zin. Im Avdat Canyon sah ich Rebhühner und Bergziegen auf der Wanderung zur Quelle und im Zintal fuhr ich ein Stück auf der Gewürzstraße. Bei Yehoram wird die Straße immer schmaler, ich fuhr durch den Makhtesh Krater und an bunten mineral-haltigen Felsen vorbei, entlang der Zin Mountains. An der ägyptischen Grenze und den Urda Cliffs entlang, mit einem Abstecher in den Red Canyon, ging es durch die Eilat Mountains wieder ans Rote Meer nach Eilat