Von Agadir nach Merzouga und über das Atlasgebirge

Eine Tour nahe der Sahara

Meine Marokko Rundreise begann bei blauem Himmel, Sonnenschein und 25 Grad. Ich fuhr über Bigoura und Ait Baha in den Anti Atlas. Bergauf, bergab ging es bis auf ca. 1800 Höhenmeter, bevor ich bergab zu ein- kaufen nach Igherm fuhr. Durch den alten Ortskern, wo gerade Markt war, und ich mich mit Obst versorgte, führte der Weg in einem schönen Tal bergab nach Imitek. Es wurde immer wärmer, bis ca. 30 Grad.
Die nächsten Tage fuhr ich bei wenig Verkehr und Sonnenschein über Tata, Forum Zguid und Agdz nach Zagora. Die Nächte habe ich unter dem leuchtenden Mond und dem Sternenhimmel in der absolut stillen Wüste im Zelt verbracht. Bis ich in Zagora ankam, dort erwischte mich der erste kleinere Sandsturm und ich

 
schlief in dieser Nacht in der Auberge Chez Ali, wo ich am nächsten Morgen ein leckeres Frühstück mit Fladenbrot, Konfitüre, Oliven und Milchkaffee bekam. Da es wieder stürmte, fuhr ich nicht weiter nach Mhamid, sondern fuhr zurück durch das Draa Tal bis nach Tansikht. Von dort ging es nach Osten über Nekob, Tazzarine nach Alnif, wo ich einen schönen Platz in einem Restaurant fand, um das Treiben der Einheimischen zu beobachten. Auch auf dem Weg nach Rissani, hatte ich wieder Rückenwind, wenig Verkehr und Sonnenschein.
Am Stausee vorbei fuhr ich über einen Pass, entlang des Ziz durch den Tunnel de Legionnaire. Durch Rich, entlang des Jebel bou Hamid (2252 Meter und schnee- bedeckt), fuhr ich bei Mizel Tillichte auf einsamen Straßen nach Amellago. Ab hier geht es über sandige Piste ins Qued Gheris, wo die Fahrt auf Schotter, mit großen Steinen, weitergeht.
Am Ortsausgang von Goulmina fand ich ein Cafe und konnte mal wieder das Treiben um mich herum beobachten. Auf dem Weg nach Tinejdad verdunkelte sich die Sonne und innerhalb von Minuten war ich innerhalb eines richtigen Sandsturmes. Das heißt, die Sichtweite betrug weniger als 5 Meter.
 
So ein Sandsturm ist kein Spaß, das ist wie Sandgestrahlt werden, sehr schmerzhaft und ich hatte den Sand noch Tage später überall ( in Augen, Ohren, Nase, Unterwäsche, zwischen den Zähnen, usw.).
Nach dem Frühstück fuhr ich über Boumalne Dates in das Dades Tal. In der Auberge Georges de Dates be- kam ich ein Zimmer mit Frühstück für 8 Euro, und so fuhr ich noch ein wenig durch das schöne Tal.
Weiter auf der Straße der Kasbahs durch El Kelaa M`Gouna und Skoura fuhr ich an den Stausee.
Kurz vor Quazazart geht es rechts in die Berge. In Richtung Demnate führt der Weg bis auf fast 2300 Hm Auf der Hälfte der Strecke, in Toufrine konnte ich mich mit Verpflegung eindecken. Durch Demnate, entlang an Blumenwiesen und Feldern, durch Sidi Rahal und Ait Qurir fuhr ich über Taddert auf den Titz`n` Tichka wieder zurück ins Atlasgebirge.
 
Kurz danach geht eine schmale Straße ins Tal hinunter die mich zu den Kasbahs nach Telouet und Amniter brachte. Von dort führte eine getrocknete Schlammpiste mit tiefen Fahrspuren, oberhalb eines
Canyons, weiter nach Süden. Auf dieser Piste musste ich drei mal einen Fluß überqueren. Beim ersten Mal musste ich durch ca. 80 cm tiefes und sehr kaltes Wasser. Die beiden anderen Flussüberquerungen nach Ait Benhaddou schaffte ich auf dem Bike. Als ich dann über Anezal, Tasenakht und weiter nach Taliouine fuhr (dabei geht es über Pässe 1700, 1650, 1886 Hm), waren die schneebedeckte Berge von Jebel Zerzoum und Jebel Siroua ständig zu sehen. Ich hatte nun schon seit einigen Tagen heftigen Gegenwind, Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad. Auf dem Weg nach Igherm fuhr ich durch einige trostlose Orte, aber auch durch einen schönen Canyon.......