Von Barcelona über Madrid nach Hannover

Via Verde - Velodyssee - Eurovelo 6 - Rhein-, Main-, Sinn-, Fulda-, Werra-, Leinetalradweg

Vom Flughafen in Barcelona fuhr ich auf fast 1000 Hm in die Berge. Kleine Bergdörfer wie Rocafort de Queralt mit Weinanbau und Olivenhainen sah ich auf dem Weg durch die grünen Berge. Über einige Serpentienen kam ich über den Coll d`Albarca zur Via Verde de la Terra Alta bei Prat de Comte. Einige Tunnel und Viaducte befuhr ich auf dieser Via Verde die auf den Camino Natural de la Valle de Zafan führt.
Über den Puerot de San Just mit 1408 Hm und über den Puerte El Esquinazo mit 1381 Hm kam ich nach Teruel. Durch eine schöne Berglandschaft fuhr ich zur Via Verde Sierra de Alcaraz.
Die Rute de Don Qiichote führt durch Villanueva de la Fuente und durch weniger grüne Berge zum Embalse de la Serena.
In Santus Spiritus brach der Freilauf am Hinterrad.
 
Ich ging in eine Bar, traf dort den Apotheker, der mir von seinem Mountainbike das Hinterrad gab und fuhr 30 km nach Caleza del Buy zum Taller de Bicicleta. Abends kam der Apotheker in den Ort und ich gab ihm sein Hinterrad zurück und lud ihn in eine Bar ein. Ich transportiere mein gutes teures Hinterrad 3 Tage auf dem Gepäckträger nach Madrid. Mein Freund den ich in Madrid im Apartment traf nahm das Hinterrad mit nach Deutschland wo ein neuer Freilauf eingebaut wurde.
 
 
Nach Madrid fuhr ich auf dem Anillo Verde und am Rio Manzanares entlang. In Madrid besuchte wir das Reina Sofia Museum, das Caixa Forum und sahen in der Altsttadt den Plaza Major und die vielen alten Kirchen, Basilikas und Paläste. Wir aßen Tapas, besuchte im Cafe Central ein Jazzconzert oder tranken Cafe im begrünten Bahnhof. Nach einem Besuch des Bankenviertels fuhr ich entlang des Rio Manzanares und dem Anillo Verde nach Norden aus Madrid raus.
Es ging wieder in Berge und über Angon, Olvega kam ich an einen Aussichtspunkt, der einen schönen Blick über das Tal von Artejona. Ich wartete auf den Sonnenuntergang und baute mein Zelt hinter einen umgefallenen Heuballenstapel auf. Über Punta la Reina, Pamplona und Irun fuhr ich an den Atlantik. Nachdem ich die Grenze von Spanien und Frankreich passiert hatte fuhr ich auf dem Küstenradweg Velodyssee durch Biaritz und durch Pinienwälder ...............durchPinienwälder...................bis ich mit der Fähre über die Gironde nach Royan übersetzte.
Bis hier hatte ich viel Sonnen und blauen Himmel mit Temperaturen um die 25-30 Grad.
 
Kurz vor La Rochelle änderte sich das. Es wurde kühler , so um die 20 Grad und es regnete 5 Tage am Stück, mal Nieselregen, mal Schauer und zur Abwechselung Gewitter mit Blitz und Donner.
Bis hier war ich viel auf asphaltierten Radwegen gefahren, das änderte sich und die Feldwege verwan- delten sich in matschige Pisten. Das hatte zur Folge, das ich am 3.Tag einen Waschsalon aufsuchen
mußte um die Klamotten zu trocknen.
Ich änderte meine Tour und verließ den Küstenrad- weg. Ich fuhr an die Loire und folgte nun der Eurovelo 6. Auch an der Loire fand ich mal den Radweg nicht wieder und fuhr über Singeltrails durchs Tal.
In zwei Nächten gönnte ich mir ein Zimmer in einen Chambre d`otes mit einem kleinen Frühstück welches einmal zu einem großen Frühstück mit Kaffee, Butter, Baguette,Marmelade, selbstgemachtem Käsekuchen, O-Saft und eigenem Käse wurde, weil ich bei dem Wetter mit dem Rad unterwegs bin und doch eine gute Grundlage für den Tag brauchte. Voll schön. Nach einem kurzen Stück entlang der Saone kam ich
 
an die Doubs. Nach den Tagen mit Regen gab es nun zu Tagesbeginn viel Nebel. Die Sonne brauchte eine Zeit, und es wurde trotzdem von Tag zu Tag immer kälter. Ich fuhr durch Besancon und Muhlhouse, entlang am Rhone und Rhin Canal, über die französisch deutsche Grenze. Kaum in Deutschland angekommen war es zwar kalt, aber die Sonne schien fast den ganzen Tag. Ich fuhr bei 8 Grad am Rhein entlang, über Rastatt fuhr ich zum Main, bei Gemünden ging es auf den Sinntalradweg und dann an die Fulda. Nachdem ich ein Stück an der Werra gefahren war, ging es über den Eichberg in des Leinetal. In Göttingen fuhr ich über die Düvels Brücke und kam durch Gronau nach Hannover.