Von Vancouver nach Billings

Über die Columbia Icefields zum Yellowstone Nationl Park in den USA

In Vancouver mieteten wir uns ein Zimmer im B & B Shaughnessy Village. In der Innenstadt sahen wir die Steam Clock, eine Uhr die mit Dampf betrieben wird. Wir sahen im Aquarium Orcas, Belugas und Seeotter. Im Stanley Park machten wir ein Picnic und sahen die Totem Pfähle.
Wir erfuhren das es in den letzten 3 Wochen fast durch-gehend geregnet hatte. Nach zwei Tagen fuhren wir über den Lougheed Highway raus aus Vancouver.
So gegen Mittag waren wir dann von grüner Land- schaft, Bergen und nur noch wenigen Autos umgeben. Wir fuhren am Fraser River entlang, wo wir auch am Nachmittag unsere Zelte aufbauten. Am nächsten Tag verließen wir den Fraser River und fuhren über Hope,

 
Richtung Mannings P. Park. Nun ging es in der Berge,der Erste Pass war 730 Hm hoch, der Zweite, Alison Pass hatte dann 1342 Hm. Eine schöne Fahrt bergab brachte uns dann in den Mannings P.P.,dort konnte wir uns in einem kaltem Bach waschen und auf dem Hampton Campground bauten wir unsere Zelte auf. Das Lagerfeuer hielt uns die meisten Moskitos vom Leib. Nachts wurde es sehr Kalt, und das im Sommermonat Juli. Über Princeton und Kelowna fuhren wir nach Vernon.
Von dort ging es weiter am Thompsen River entlang nach Kamloops, wo wir im Riverside Park unser Camp aufbauten und den Tag am River verbrachten. Von Barrier aus geht es leicht, aber stetig bergauf in die Columbia Mountains. Umgeben von schneebedeckten Bergen, ein 360 Grad Bergpanorama, sahen wir in den nächsten Tagen mehrere Schwarzbären, Wapitis, Biberbauten, viele Streifenhörnchen und ein paar tote Schlangen. Auf dem Highway No.5 waren nicht viele Autos unterwegs und so machte das Radfahren Spaß. Im Wells Grey P.P. sahen wir die Spahat Falls, einen schönen schmalen hohen Wasserfall , aber die vielen Moskitos vertreiben uns aus dem Park.
 
Am Dutch Lake sahen wir viele Seerosen und unzählige blaue Libellen. Da wir über 1000 Höhenmeter hoch sind, ist es Nachts und Morgens sehr kalt und das Feuerholz manchmal so klamm, das es nur schwer zu entzünden ist. Tagsüber wurde es, wenn die Sonne schien, bis zu 30 Grad Warm.
Im Mount Robsen P.P. sahen wir die Rearguard Falls und die Overlander Falls. Entlang des Moose Lakes fuhren wir über die Grenze von British Columbia nach Alberta in den Jasper National Park.
Dort blieben wir zwei Tage und machten Touren zum Lake Patricia (hier sahen wir Seeotter), Pyramid Lake und zum Magline Canyon. In der Nacht regnete es das erste mal auf dieser Tour und wir packen Morgens unsere Sachen naß zusammen. Das Wetter klarte auf, als wir die 14 km Bergauf zum Mount Edith Cavell fuhren. Auf fast 2000 Hm angekommen sahen wir den Angel Glacier und einen großen Gletschersee in den Eisschollen schwammen.
Wir fuhren den Icefield Parkway entlang, und am Honeymoon Lake schlugen wir unser Camp auf. Morgens hingen die Wolken tief in den Bergen und wir verzichteten auf Frühstück, packten alles zusammen und fuhren zu den Sunwapta Falls. Es folgte ein steiler
 
Anstieg zum Athabasta Gletscher und dem Icefield Center. Von dort hatten wir eine schöne Sicht auf den Gletscher und die umliegenden Berge. Am folgenden Tag führte uns die Tour von dem Jasper N.P. in den Banff N.P.. Wir fuhren bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, um die 25 Grad, auf den Bow Summit mit 2085 Hm um eine klasse Aussicht auf den Peyto Lake zu haben.
Entlang des Bow Lakes, mit schönem Blick auf den Bow Gletscher, ging die Fahrt weiter zum Lake Louise. Auf dem Kootenay Parkway fuhren wir bergab durch einen Nadelwald, um dann bergauf zum Vermillion Pass mit 1700 Hm zu Radeln. Wieder bergab durch das Kootenay Tal, um zum Olive Lake auf 1400 Hm wieder bergauf zu Radeln. Diese anstrengende Tour wurde mit ca. 10 km bergab rollen nach Radium Hot Springs und einem langen Bad in einem heißen Pool beendet.
Über Wasa Lake, Eureka fuhren wir über die Grenze von Canada in die USA. Die Tour führte am Swan Lake entlang und danach durch das große Farm- und Weideland von Montana weiter zum Steeley Lake.
 
Über Helena kamen wir zum Tosten Staudamm, wo wir im See schwammen und nach den paar Regen- tagen wieder ein Lagerfeuer machten und unser Abendessen grillten. In den letzten Tagen in Montana hatten wir außer Rinder und Pferden kaum Tiere gesehen, sogar die Moskitos wurden weniger. Als wir in Richtung Yellowstone N.P. fuhren änderte sich das, und wir sahen Pelikane, Kojoten und Seeadler. Im Yellostone N.P. sahen wir Bisons, Wapiti Hirsche, Streifenhörchen und Murmeltiere.
Bei einer Rundreise durch den Park sahen wir Mammoth Hot Springs, Old Faithfull Geysir, Sulfer Pool und Mud Vulcano, Gibbon Falls und wir besuchten den Yellostone Canyon mit den Yellowstone Falls. Auf dem Highway 14, über den Silvian Pass mit 2609 Hm fuhren wir Richtung Osten in den Shoshone Forest. Im Shoshone Canyon waren wir dann von Steinskulpturen umgeben. Hier gibt es Plätze mit namen wie Million Dollar View oder The Holy City. An einem Wasserfall begegneten wir einen ausge- wachsenen Elch mit einem großen Geweih. Durch Powell zum Highway 310 fuhren wir über die Grenze von Wyoming und Montana auf wenig befahrene Straße am Yellowstone River entlang nach Billings.

In Canada fand ich die schneebedeckten Berge, die vielen Gletscher, Wasserfälle und Seen sehr schön. Von solch einer Landschaft umgeben zu sein, dort zu Campen und Fahrrad zu fahren hat mir sehr viel Spaß gemacht. In den USA war endloses Farm- und Weideland in Montana eine eintönigere Landschaft, aber der Yellowstone N.P. war ein Höhepunkt dieser Tour.