In den Schnee auf dem Colorado Plateau

Vom Sun Valley auf das Colorado Plateau und vom Death Valley an die mexicanische Grenze

Über Hamburg, Amsterdam und Detroit ging die Reise nach Phoenix. Ich verbrachte zwei Tage mit in Phoenix, bevor ich bei Sonnenschein, ca. 25 Grad, über Tempe, Mesa, Tortilla Fat auf den Apache Trail am Salt River entlang fuhr. Der Weg führt ständig bergauf vorbei am Canyon und Apache Lake zum Rooseveld Damm und Lake, und von dort an Tonto Creek entlang über Payson, Pine und Happy Jack zum Mormon Lake. Bis jetzt war es immer so um die 25-30 Grad warm, aber in der Nacht auf dem Mormon Lake Campground gefror das Wasser in meiner Flasche. Ich machte am Morgen ein Lagerfeuer, damit ich etwas zu trinken hatte. Weiter bergauf durch Flagstaff, vorbei am Sunset Crater State Park fuhr ich zum Wupatki National Monument.  
Dort zeigte mir ein Ranger ein wilderness Camp, und es folgte eine weitere eiskalte Nacht.
Am nächsten Tag, durch das Navajo Indian Reservat, auf dem Weg nach Page, auf über 6000 Feet, hatte ich einen kalten Gegenwind und ich sah bei The Gap, die Echo Cliffs, die ausschauen wie ein Dino- saurierrücken. Von Page aus machte ich Touren zum Antelope Canyon, zur Horseshoe Bent, zum Glen Canyon Damm, zur Marina vom Lake Powell und besuchte das Powell Museum.


Die Wetteraussichten für die nächsten Tage (5-8 Grad, Regen und Schnee), fand ich nicht sooo beein- druckend. Auf dem Weg nach Kanab, vorbei am Pipe Springs National Monument, entlang der Vermillion Cliffs, hatte ich wieder kalten Gegenwind. Nach einer Tour zu den Coral Pink Sanddunes, fuhr ich nach Hurricane. Von dort fuhr ich am Virgin River entlang in den Zion National Park. An den hohen Steilwänden entlang fuhr ich bis zu den Cracks am Ende des Canyons.
Als ich am nächsten Tag bergauf in Richtung Central fuhr, war es wie in den folgenden Tagen bewölkt und es wurde immer kälter. Nach Enterprise und Modena (wo ich das erste mal an Schneefeldern vorbeifuhr) fuhr ich nach Nevada. Da die Wettervorhersagen mehr Schnee und noch kältere Temperaturen ankündigten, entschied ich mich nicht weiter nach Norden zu fahren und hinter Panaca fuhr ich in südliche Richtung nach Caliente und dann weiter nach Alamo. In den Zwei Wochen die ich nun unterwegs war, hatte ich auf der gesamten Strecke kaum Verkehr, bis auf das Teilstück vom Tortilla Flat zum Roosevelt Lake und ein paar kurze Trails war alles gut asphaltierte Straße.
Im Valley of Fire State Park wurde ich bei meiner Ankunft am Campingplatz vom Campwart sofort zum Coffee and Cake eingeladen. Ich blieb zwei Tage und sah den Elefant Rock, Rainbow Vista und die Seven Sisters. Auf dem Weg nach Las Vegas nahm der Verkehr stark zu. Ich fuhr in den Death Valley National Park und baute mein Zelt am Furnace Creek Campground auf.
Am folgenden Tag zogen auf beiden Seiten des Tales Wolken auf und es fing in den Bergen an zu regnen. Ich schaffe es noch bis nach Stovepipe Wells, dann regnet es im Death Valley. In den nächsten 2 Tagen fällt so viel Regen, das die Wüste wie ein Meer aussieht.
Es kam sogar noch besser, als ich das Death Valley über den Towne Pass (von 0 auf 1511 HM) und auf das Darwin Plateau fuhr, fing es an zu schneien. Morgens fuhr ich einige Kilometer durch ca. 10 cm tiefen Schnee zurück bergab ins schneefreie Panamint Valley. Ich hatte Sonnenschein und kaum Verkehr auf dem Weg nach Ridgecrest und fuhr vorbei an Salzabbaugebieten und Ghosttowns.
 
Von Bastrow ging es wieder bergauf, mit den schneebedeckten San Bernadino Mountains vor mir, ins Lucerne Valley. Über Joshua Tree und 29 Palms fuhr ich in den gleichnamigen National Park. Es war bei klarem Himmel ca. 25 Grad warm, als ich die steilen 16 km bis zum Belle Campground hinauffuhr.
Im National Park treffen die California und die Mojave Wüsten zusammen. Am Jumbo Rock, Split Rock und vielen Joshua Trees fuhr ich zum Verpflegung einkaufen nach 29 Palms. Über Clarks und Granite Pass fuhr ich nach Parker an den Colorado River.

Auf dem Highway 95 fuhr ich weiter nach Süden am Colorado entlang nach Blythe. Am nächsten Tag konnte ich nur 40 km bis Paolo Verde radeln, weil ein Sturm aufkommt, der hier in der Wüste zu einem Sandsturm wird. Ich kann kaum 5 Meter weit sehen und werde gesandstrahlt. Was zur Folge hat, das ich bei fast 30 Grad meine lange Hose anziehe, weil der Sand echt wehtut.

Auf dem Weg nach Calexico an der mexikanischen Grenze bin ich noch einmal dem Sandsturm bei den Glamis Sanddünen ausgesetzt.