Von Perth nach Melbourne

3 Monate im Outback

Zehn Stunden Zeitunterschied sind echt hart. Um 8 Uhr (22 Uhr MEZ) stehe ich schlaftrunken auf, die Sonne ist echt zu hell und blendet mich. Ich steige aufs Fahrrad und fahre durch Perth an den Strand. Am Ocean Drive fahre ich nördlich, an endlosen Stränden, bis zum Yanchep National Park. Es gibt dort einige Höhlen und kleinere Canyons. An Lancelin (Surfspot) und großen Sanddünen vorbei, auf einer Sandpiste fuhr ich nach Cervantes. Am nächsten Morgen machte ich eine Tagestour in den Nabung National Park, ins Pinnacles Desert. Zwischen diesen Steinskulpturen, bei flirrender Hitze, einem Emu zu begegnen ist etwas unwirklich. Am Lake Tieses mit seinen Stromatoliten und der Hangover Bay (what a Beach) fuhr ich zurück nach
 
Cervantes. Am Indischen Ozean entlang, hinter Leeman auf den Brand Highway, durch Dongara auf den North West Coast Highway und nach Geralton, ging die Fahrt nach Port Gregory. An einer Steiküste, mit Stoney und Shell George, Mushroom und Island Rock, kam ich dann in den Kalbarri National Park. Von wo aus ich mit einer Cessna in den Francios Peron National Park flog. Dort schaute ich mir bei Monkey Mia einige freilebende Delphine (die direkt an den Strand kommen) an.
Im Kalbarri National Park sah ich einen Thorny Devil, der in der Bewegung erstarrte als ich mich näherte und erst langsam weiterging als ich ich mich wieder ent- fernte. Ich bin dann nach Dongara zurückgefahren und von dort weiter ins Landesinnere an Orangenplantagen und Weinanbaugebieten vorbei über Midland, Northon zum Swan River. Ab hier ändert sich die Landschaft. Es gibt Kornfelder soweit des Auge sehen kann, Farmland mit Schafen, Rindern und Pferden einige Steigungen und ein paar völlig verwahrloste Camping- plätze bis nach Hayden. Hier besuchte ich Wave Rock (110 Meter lang und 15 Meter hoch) und sah die Gesteinsformationen Hippos Yawn und " The Slide".
 
Über Raventhorp kam ich nach Esperancewischte. Auf dem Weg nach Kalgoorlie bin ich kurz auf dem Eyre Highway, der durch den Nullarbor Plain führt, gefahren. Im Superpit, der Goldmine bei Kalgoorlie wurde gerade eine Sprengung vorgenommen.
Der Indian Pacific Trans Australia Train brachte mich in ca. 20 Stunden nach Port Augusta. Von dort fuhr ich um die Eyre Peninsula. An den Stränden tummelten sich Cormurane, Pelikane, große und kleine Möwen, und einige Trauerschwäne. Von einer Klippe sah ich in ein Adlerhorst mit zwei Jungen,
an der Sheringa Beach gibt es endlose Sanddünen, in der Venus Bay bei Murphy`s Haysticks sind viele windgebeugte Bäume. Über die Streaky Bay fuhr ich bei Poochera auf den Eyre Highway (viele tote Tiere, von Echsen bis Emus, sogar ein Schaf), durch Wudinna, Kimba, am Lake Gilles National Park mit seinen skurilen Bäumen vorbei. Durch steppen- und savannenartige Landschaft ging es weiter nach Port Augusta. Von dort ging die Reise im Auto über Pimba nach Coober Pedy, wo ich die Nacht in einer alten Opal Mine gezeltet habe. Dann Ayers Rock und die Olgas. Am nächsten Tag bin ich 6 Stunden um den Kings Canyon gewandert und habe Gesteinsformationen wie Aladins Lamp und Garden of Eden angeschaut.
 
Die Fahrt ging weiter über Alice Springs, Simpson Gap (wo ich einige Black-Footed-Rock-Wallabies sah), Stanley Chasm (eine schmale Schlucht), Wycliff (UFO-Station), zu den Devil Marbles. Ich fuhr an vielen Termitenhügeln, einigen Adlern (Wedgetail Eagles), die sich die toten Kängurus von der Straße zerrten (an einem Känguru zählte ich 10 von Ihnen) vorbei und dann wieder zurück nach Port Augusta.
Von dort fuhr ich dann wieder mit dem Fahrrad weiter. . Oben auf dem Horrock`s Pass hat man eine schöne Aussicht auf den Spencer Gulf. Auf dem Campingplatz von Wilmington wurde ich nachts von Opossums und morgens von einem Bienenschwarm (die ihr Nest im Baum an meinem Zelt hatten und sehr laut brummten) geweckt. Über Wirrabarra fuhr ich nach Adelaide.
Das South Australia Museum stellt Walskelette und Reptilien aus, und hat eine ägyptische Galerie. Im botanischen Garten besuchte ich in der gläsernen Pyramide das Bicentennial Conservatory. Über Mt. Gambier und dem Blue Lake Lookout fuhr ich bei Cape Brigdewater wieder an die Küste. Bei Port Fairy beginnt der Bay of Islands Coastal Park, mit der Great Ocean Road, und dem vielen Inseln und Steilküsten.
 
Die haben Namen wie: "The Grotto, London Bridge, Loch Ard George" und endet bei den "12 Apostels". Von dort fuhr ich in den Otway Nat. Park, über Lovers Hill in den Regenwald, zu den Beauchamp- ,Trible- und den Hopetoun Wasserfällen. Auf der Küstenstraße vorbei an Apollo Bay, Lorne und Torquay fuhr ich mit der Fähre über die Mornington Peninsula nach Phillip Island. Dort gibt es eine Kolonie von kleinen blauen Pinguinen, und einige Koalas am Cape zu sehen. Von Phillip Island einmal um die Bucht und über Chelsea und Elwood nach Melbourne. Im Botanischen Garten hatte sich eine Grey Head Flughund Kolonie niedergelassen und im Albert Park wurde schon alles für die Formel 1 vorbereitet.

Materialschäden in 3 Monaten & ca. 6500 km:

3 x Vorderrad einen Platten
8 x Hinterrad einen Platten
1 x Mantel hinten reißt seitlich auf
1 x Faltmantel hinten durchgefahren
1 x Speiche am Vorderrad gerissen
11 x Speiche am Hinterrad gerissen
3 x Zeltheringe gebrochen
1 x Zeltstange gebrochen